Was „bringt“ Ihnen die Ausbildung?
Der Abschluss der höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz ist in Hessen der Regelzugang zu den Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwirtschft (Fachrichtung Heilerziehungspflege) . Er berechtigt - je nach vertieftem Schwerpunkt - auch in sozialpädagogischen oder sozialpfegerischen Institutionen nach Anweisung und in begrenztem Umfang verantwortlich tätig zu werden. Mit dem Abschluss der höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz können Sie außerdem die Fachoberschule Schwerpunkt Sozialwesen Form B besuchen und dort in einem Jahr die Fachhochschulreife erwerben.
Weiterführende Berufsausbildungen sind: Ergotherapeut/in, Physiotherapeut/in, Logopäde/in, Krankenschwester/Krankenpfleger.
Was lernen Sie bei uns?
Im Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis ist die Ausbildung inhaltlich auf die ErzieherInnenausbildung abgestimmt, so dass diese Ausbildungsgänge schlüssig aufeinander aufbauen (siehe dazu Info: „Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher in Michelstadt“). Sie erwerben in dieser Schulform eine Basisqualifikation im sozialpädagogischen Bereich und erhalten einen Einblick in das sozialpflegerische Berufsfeld .
Die Ausbildung gliedert sich in 2 unterschiedlich strukturierte Ausbildungsjahre. Im ersten überwiegend schulischen Ausbildungsjahr wird folgender Unterricht angeboten:
Im Fach „Anthropologie“ geht es u.a. um alle pädagogischen, psychologischen Fragen des Menschseins (Wo komme ich her? Wo will ich hin? Anders sein! Lebenswirklichkeit usw.).
„Medienerziehung“ umfasst den praktischen und kritischen Umgang mit PC, Internet, Fernsehen usw.
Im Fach „Erziehung“ geht es um die Erziehung von Kindern in Institutionen und Familien. Themen, wie z.B. Erziehungsstile, Erziehungsziele, Lebensumfeld, private und öffentliche Erziehung, werden bearbeitet.
Im Fach „Pflege“ wird fachpraktisches und theoretisches Wissen zur Pflege und ganzheitlichen Betreuung des Menschen von Geburt bis ins hohe Alter vermittelt. Darunter fallen Aspekte von Gesundheit und Krankheit, kindlicher Entwicklung und Heilerziehungspflege.
Im Fachbereich „Ernährung und Haushaltsführung“ werden theoretische und praktische Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt. Es geht u. a. um ökonomische, umweltbezogene und gesundheitliche Aspekte der Ernährung.
In den Fachgruppen „Gestaltung der Lebensumwelt“ und „Körper und Bewegung“ werden Erfahrungen in Musik, Bewegung, Theater und Spiel und künstlerisches Gestalten ermöglicht. Es wird fächerübergreifend und projektorientiert gearbeitet.
Weitere Fächer sind Deutsch, Politik und Wirtschaft, Religion/Ethik und die Fremdsprache Englisch.
Zusätzlich werden im ersten Ausbildungsjahr zwei Praktika á 4 Wochen in sozialpädagogischen und sozialpflegerischen Einrichtungen durchgeführt.
Das zweite, überwiegend praxisbezogene Ausbildungsjahr bietet eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis. Drei Tage in der Woche sind Sie in der Praxis. An den anderen zwei Tagen findet eine theoretische und praktische Ausbildung in der Schule statt. Bestandteil des angebotenen Unterrichts im berufsbezogenen Lernbereich ist die Begleitung und Reflexion der Praxis.
Zugangsvoraussetzungen
Mittlerer Bildungsabschluss (Realschulabschluss). Aufgenommen werden kann auch, wer in die Einführungsphase einer öffentlichen oder staatlich anerkannten gymnasialen Oberstufe versetzt worden ist oder die Zweijährige Berufsfachschule in Hessen absolviert oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis hat. Das Zeugnis muss mindestens befriedigende Leistungen in zwei der Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch nachweisen, wobei in keinem der genannten Fächer die Leistungen schlechter als ausreichend sein dürfen. Bewerber und Bewerberinnen, die diese Vorraussetzungen nicht erfüllen, müssen sich einem Auswahlverfahren unterziehen.
Das 23. Lebensjahr darf zu Beginn des jeweiligen Schuljahres noch nicht vollendet sein.
Wie bewerben Sie sich?
Wir benötigen von Ihnen folgende Unterlagen:
- ein Bewerbungsanschreiben mit kurzer Begründung für die Wahl dieses Bildungsganges
- einen tabellarischen Lebenslauf
- ein Lichtbild neueren Datums
- eine beglaubigte Kopie des Zeugnisses mit Mittlerem Bildungsabschluss oder das aktuelle Halbjahreszeugnis der 10. Klasse
- eine ärztliche Bescheinigung, dass Sie gesundheitlich für den Beruf geeignet sind (Formular für ärztliche Bescheinigung für Schulform Sozialwesen)
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis zum 15. Februar an das Beruliche Schulzentrum Odenwaldkreis – Höhere Berufsfachschule für Sozialassistenz-
Stundentafel:
Im ersten Ausbildungsjahr beträgt die wöchentliche Unterrichtszeit in der Regel 32 Stunden, im zweiten Ausbildungsjahr 16 Stunden verteilt auf 2 Tage plus 3 Tage Berufspraxis pro Woche.
Lernbereiche
| Wochenstunden1 |
1. Jahr | 2. Jahr |
Allgemeinbildender Lernbereich
Deutsch Politik / Wirtschaft Religion / Ethik2 Fremdsprache (Englisch) |
2 2 2 2 |
2 - - 2 |
Berufsbezogener Lernbereich
Anthropologie Erziehung Körper und Bewegung Medienerziehung Pflege Ernährung und Haushaltsführung Gestaltung der Lebensumwelt
Theorie und Praxis des Schwerpunktfaches
Berufspraxis in den Schwerpunkten Sozialpädagogik und Sozialpflege
Berufspraxis im gewählten Schwerpunktfach
Praxisreflexion | 4 4 2 2 4 4 4
-
2 Praktika á 4 Wo - |
2 - - - - - -
8
-
3 Tg./Wo.
2 |
Gesamtunterrichtsstunden (ohne Praktikum) | 32 | 16 |
1 Eine abweichende Verteilung der Unterrichtsstunden auf das erste und
zweite Ausbildungsjehr ist zulässig
2 Gemäß Â§8 Hessisches Schulgesetz
Fachhochschulreife
Wird die Fachhochschulreife im Rahmen dieser Ausbildung angestrebt, muss Mathematik als Zusatzunterricht erfolgreich mit 3 Unterrichtsstunden pro Woche erfolgreich besucht werden.
Sonstiges
Es wird kein Schulgeld erhoben. Sie haben die Möglichkeit BAFöG zu beantragen. Während der berufs-praktischen Ausbildung bleibt der SchülerInnenstatus erhalten, d.h. es wird kein Arbeitverhältnis begründet.
B. Nacer, Abteilungsleiterin
Individuelle Beratung nach Vereinbarung
Stand: August 2007