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Zum Forscherdrang kommt reichlich Fachwissen

Von: Manfred Giebenhain
11.05.2011 08:34 Alter: 2 yrs

Prämierung: Die Odenwald-Stiftung würdigt beim Wettbewerb „Geistesblitze“ einmal mehr den Einfallsreichtum junger Leute Schüler der Beruflich Gymnasialen Oberstufe belegen erste Plätze


Erfindergeist bewiesen: Thomas Fehn aus Momart ist einer von zehn mit ersten Preisen ausgezeichneten Teilnehmern beim Schülerwettbewerb „Geistesblitze – junge Odenwälder forschen“, den die Odenwald-Stiftung jährlich ausschreibt. Er stellte einen zweigelenkigen Beamer und dessen Einsatzmöglichkeiten vor. Foto: Manfred Giebenhain

ERBACH. Da kam selbst der sonst so redegewandte ehemalige Landrat Horst Schnur mal verbal ins Straucheln und ließ einige der jungen Leute lieber selbst erklären, was mikrocontrollerbasierte Midianwendungen sind oder wie Auswertungen von akustischen Informationen mit AVR-Mikrocontrollern beziehungsweise eine Untersuchung an dem Astabilen Multivibrator vorgenommen werden.
So viel sei dazu gleich gesagt: Die selbst entwickelten Techniken von Benedikt Klotz und Tobias Schumacher (beide Bad König), Kerstin Saul (Erbach) und Corinna und Jan Zurloh (beide Erbach) wurden wie weitere sieben von 18 Beiträgen beim Schülerwettbewerb „Geistesblitze – junge Odenwälder forschen“ mit einem ersten Preis und jeweils 150 Euro ausgezeichnet.
An der Präsentation und Prämierung in der Erbacher Schule am Sportpark wirkten neben Schnur auch der amtierende Landrat Dietrich Kübler sowie Hermann Braun und Wettbewerbsleiter Günter Leidermann für die Odenwald-Stiftung als Veranstalter mit. Gekommen waren neben den 30 Teilnehmern viele Eltern und Lehrer.
Bei vielen anderen Siegern wusste Schnur als Moderator die Forschungsobjekte zu erklären – das galt für die Funktionsweise des zweigelenkigen Beamers, den Thomas Fehn (Momart) unter der Bezeichnung DLP-Moving Head entwickelt hat, ebenso wie für die von Jessica Scheibel (Vielbrunn) mittels mikroskopischer Untersuchungen ermittelte zur Pollenanalytik von Honig. Etliche Schüler waren zum wiederholten Male erfolgreich und konnten auch überregional bei „Jugend forscht“ schon Preise und Titel erringen, betonte Kübler. „Mit ihren außergewöhnlichen Leistungen machen Sie auch auf den Odenwald aufmerksam“, lobte er.
Angetreten waren die Teilnehmer in drei Altersgruppen, wobei die Jury in der Gruppe der unter Zehnjährigen nur einen Beitrag zu bewerten hatten. Dieser kam von Heiko Steiger (Erbach), der mit einer umbaubaren und mehrfach verwendungsfähigen Achterbahn sein Talent unter Beweis stellte.
Die Gruppe der 16- bis Zwanzigjährigen dominierte mit 13 Beiträgen. Bereits am Vormittag waren die Schüler mit dem Aufbau ihrer Ergebnisse beschäftigt, die von Juroren aus den Bereichen Physik-Chemie-Technik, Mathematik-Informatik, Biologie und Geografie sowie aus Gesellschaft und Geschichte bewertet wurden. Ebenfalls mit ersten Preisen ausgezeichnet wurden Marco Scheidler (Breuberg) für seine Biografie der Odenwald-Früchte GmbH und Martin Dächert (Böllstein), der sich mit den Grundlagen der Motoransteuerung auseinandergesetzt hat. Sieben weitere Leistungen erhielten die Note zwei und ein Preisgeld von je 100 Euro; sieben Präsentationen waren Ergebnis von Gruppenarbeiten.
Braun und Leidermann lobten die Kontinuität des seit vielen Jahren ausgeschriebenen Wettbewerbs und „den außerordentlichen Fleiß und das Interesse, Altes zu hinterfragen, um daraus Neues zu entwickeln“. Allein zehn Beiträge kamen von Schülern des Gymnasiums Michelstadt, drei von der Ernst-Göbel-Schule Höchst, zwei vom Beruflichen Schulzentrum in Michelstadt und je einer von der Schule am Sportpark und der Astrid-Lindgren-Schule (Erbach). Begleitet wurde die Preisverleihung vom Orchester der gastgebenden Schule.


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