Kräfte bündeln, so lautet die Devise – wie oft ist dieser Satz in der Welt der modernen Kommunikationstechnologie zu lesen oder zu vernehmen. Der Odenwaldkreis geht hier gern mit gutem Beispiel voran und setzt dieses Gebot um, wo immer die Chance dazu gegeben ist. Praktisches Beispiel gefällig: Umweltschutz. Die gebündelten Kräfte: Der Odenwaldkreis als Schulträger, die Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG), das Bad Königer Unternehmen Hotz Kommunikations- und Datenservice als Ideengeber und -träger und die das Equipment stellende Firma Leergutdepot aus Mühlheim im Kreis Offenbach.
Den Ausgangspunkt fürs aktuelle Handeln bildet dieses Basiswissen: Im Jahr 2008 wurden in Europa insgesamt 428 Millionen Tintenpatronen, 84 Millionen monochrome und 22 Millionen farbige Tonerkartuschen durch einzelne Hersteller verkauft. Deutschland ist der größte Absatzmarkt in Europa mit einem Anteil von mehr als 25 Prozent. Dies entspricht 107 Millionen Tintenpatronen, 21 Millionen monochromen und 5,5 Millionen farbigen Tonerkartuschen pro Jahr.
Die deutsche Gesetzgebung verlangt im Allgemeinen wie im Besonderen zur Schonung natürlicher Ressourcen die Kreislaufwirtschaft zu fördern und die umweltverträgliche Beseitigung von Abfällen sicherzustellen. Genau darauf lenken die Initiatoren einer individuellen, aber wirkungsvollen Umweltschutz-Aktion ihr Augenmerk: Zur Entlastung der Umwelt entsorgen sie Tintenpatronen und Tonerkartuschen. Wie? Ja, eben: nach Kräften gebündelt.
Die von dem Bad Königer Unternehmen Hotz Kommunikations- und Datenservice in Verbindung mit ihrem Partnerunternehmen Leergutdepot aufgegriffene Idee wurde von Geschäftsführer Rainer Hotz dem Geschäftsbereich Wirtschaftsservice der OREG vorgestellt. Deren Geschäftsführer Jürgen Walther und Bereichsleiterin Gabriele Seubert waren sofort davon angetan und unterstützten das Vorhaben in den zurückliegenden Wochen. Abgerundet wurde das Ganze durch die Zusage von Integra-Geschäftsführer Detlev Blitz: Die Integra üernimmt für dieses Umwelt-Projekt die Logistik, sprich das Einsammeln der vollen Behälter.
Als erste Kommune hat bereits die Stadt Bad König mit Bürgermeister Uwe Veith zugesagt, im Rathaus künftig eine Sammelbox zu platzieren. Der Prototyp des Sammelbehälters ging jetzt an das Berufliche Schulzentrum Odenwaldkreis (BSO) in Michelstadt. Viele weitere Boxen, vor allem an Schulen, aber auch in den Rathäusern für die Bürger im Kreisgebiet sollen folgen. Dies bestätigten bei einem Ortstermin am BSO in Michelstadt Integra-Geschäftsführer Blitz und der Leiter der Schulverwaltung des Odenwaldkreises Oliver Grobeis, als Rainer Hotz für das gleichnamige Unternehmen und Rene Penzel von der Firma Leergutdepot einen Sammelbehälter, der kostenlos zur Verfügung steht, an Schulleiter Peter Schug übergaben.
Die Firmen Hotz und Leergutdepot führen die leeren Druckerpatronen einer fachgerechten Entsorgung zu, legen den Schwerpunkt dabei aber auf Rohstoff-Sicherung durch Trennung der Bestandteile und Wiederverwendung. Wie Rene Penzel erläuterte, ist erstes Ziel seiner Firma nicht die Entsorgung gebrauchter Tonerkartuschen und Tintenpatronen, sondern die Rückführung wertvoller Rohstoffe an die Recycling-Industrie zur Wiederaufbereitung. Er versicherte: „Alle von uns angenommenen leeren Toner und Tinten werden wiederverwendet“. Angestrebt wird, an den Odenwälder Schulen 50 bis 70 der bunten Sammelbehälter aufzustellen und allenthalben Schulsekretärinnen sowie Hausmeister für die Aktion zu sensibilisieren und als aktive Mitstreiter zu gewinnnen.
Die weiterführende Vermittlerrolle im Odenwaldkreis obliegt der Bad Königer Firma Hotz Kommunikations- und Datenservice. Geschäftsführer Rainer Hotz nahm im Beruflichen Schulzentrum etliche Anregungen der Start-Beteiligten mit, zum Beispiel jene, an den größeren Bildungseinrichtungen jeweils direkte Ansprechpartner mit dem konstruktiven Entsorgungsangebot vertraut zu machen – damit die Bündelung der Kräfte beispielhaft weitergeführt werden kann.
Interessierte finden weitere Informationen im Internet unter www.druckerpatrone-ade.de/font>/u> sowie – montags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr - über die eigens eingerichtete Service-Line 0180 5009985.